Oktoberfest-Halbzeitbericht 2017: Einfach a scheene Wiesn!

Oktoberfest-Halbzeitbericht 2017: Einfach a scheene Wiesn!

Das 184. Oktoberfest entwickelt sich zu einer gemütlichen Münchner Wiesn wie früher: Es ist Platz zum Flanieren mit der ganzen Familie und mit Freunden, Zelte-Hopping ist wieder möglich, die Stimmung ist entspannt und heiter. Die Kettenflieger drehen sich gut gefüllt, Schlangen stehen weiterhin vor der Neuheit „XXL Racer“ und Kinder vergnügen sich mit Fahrten im Karussell. Auch die herbstliche Kälte mit Regenschauern zu Wiesnbeginn taten der Feierlaune keinen Abbruch. Die Münchnerinnen und Münchner amüsierten sich zusammen mit ihren Gästen aus aller Welt auf dem Fest der Feste. Nach Beobachtung der Beschicker kamen weniger Italiener auf die Wiesn, dafür nahmen die Besucher aus den USA im Vergleich zum letzten Jahr zu. Gesichtet wurden auch viele Schweizer sowie Gäste unter anderem aus Asien, Australien, den Niederlanden, Portugal und Spanien.

Die optimierten Sicherheitsvorkehrungen bewährten sich und wurden von den Gästen begrüßt, die ausdrücklich die Freundlichkeit der Ordner lobten. Beschicker und Lieferanten sahen die Neuregelung der Öffnungszeiten ab des Festgeländes ab 9 Uhr sehr positiv.

Nach Schätzung der Festleitung kamen drei Millionen Gäste auf die Theresienwiese („Große Wiesn“ 2015: drei Millionen). Davon wurden auf der Oidn Wiesn 190.000 Besucher gezählt (2015: 265.000).

Insgesamt sind Festleitung, Schausteller, Marktkaufleute und Wirte mit dem bisherigen Verlauf der Wiesn, die zu ihren Wurzeln zurückfand, zufrieden.

Essen & Trinken

In den Festhallen lag das klassische Dreigespann Hendl, Brezn und Bier im Trend. Das noch breitere Angebot an vegetarischen und veganen Speisen überzeugt und wird von einschlägigen Foodportalen sehr gelobt.

In der Ochsenbraterei wurden 60 Ochsen (2015: 55) verspeist. Die Kalbsbraterei meldet den Verzehr von 21 Kälbern (2015: 22 Kälber).

Der Straßenverkauf lief wetterbedingt schleppend an. Mit dem schönen Wetter wird auch wieder Bratwurst und Lachssemmel „to go“ geordert. Die gute alte Leberkässemmel erlebt eine Renaissance.

Nach Aussagen der Wiesn-Wirte liegt der Umsatz bei Bierausschank und Küche gleich zum Vorjahr.

Die Schaustellerei

Trotz herbstlicher Kälte zu Wiesnbeginn wurden die Neuheiten unter den Fahrgeschäften eifrig getestet. Die Wurf- und Schießbuden luden zur „Wiesn-Olympiade“ unter Freunden ein. Mit Sonnenschein ab der zweiten Wochenhälfte lief das Geschäft der Schausteller rund. Die einzelnen Attraktionen wurden gezielt aufgesucht und gefahren.

Souvenir, Souvenir

Der Souvenirverkauf konnte einen Anstieg verzeichnen. Das aktuelle Wiesn-Plakatmotiv auf Logo-Artikeln findet Gefallen. T-Shirts wurden wieder vermehrt nachgefragt.

Der Wiesn-Hit: Fehlanzeige

Ein Wiesnhit konnte bisher, auch nach Aussagen der Wirte, nicht ermittelt werden.

Polizei

Die Polizei spricht von einer „normalen Wiesn“. Sie lobt die gute Sicherheitspartnerschaft aller zuständigen Behörden und Beschicker.

BRK

Auch das Bayerische Rote Kreuz berichtet von einem bisher entspannten „normalen“ Verlauf der Wiesn.

Fundsachen

Das Wiesn-Fundbüro zählte bis Samstagabend 1.300 Fundsachen (2015: 1.040), darunter 350 Kleidungsstücke, 350 Ausweise, 120 Geldbeutel, 110 Smartphones und Handys, 110 Brillen, 100 Schirme, 85 Schlüssel,
35 Taschen/Rucksäcke/Beutel, 30 Schmucksachen, 10 Kameras, je ein Tenor- und Flügelhorn, eine Napoleon-Mütze, eine Mönchskutte, ein Aktenordner mit Wiesnlageplänen eines Schlossers, ein limitierter Oktoberfestkrug (mit Preisschild: 120 Euro), zwei Eheringe jeweils mit Gravur, ein Kindersitz, zwei Paddel, zwei Blutzuckermessgeräte und ein Paar Damen-Pumps.

Krug-Klau

Rund 50.000 Bierkrüge (2015: 50.000) sammelte das aufmerksame Ordnerpersonal bisher ein.

Referat für Gesundheit und Umwelt

Die Gesundheitsbehörde vermeldet keine Auffälligkeiten. Der Hygienestand der Krugspülproben war erfreulich hoch. Insgesamt war der Verlauf der ersten Wiesnwoche sehr zufriedendstellend und störungsfrei.

SWM Versorgungs GmbH (SWM)

Bis einschließlich 21. September 2017 konnte die Hauptstromversorgung von den SWM störungsfrei abgewickelt werden.

Wie im letzten Jahr wurde das Oktoberfest zu 100 Prozent mit Ökostrom versorgt werden. Die Anzahl der Kunden, die zusätzlich M-Ökostrom aktiv beziehen, hat sich auf dem hohen Niveau von circa 64 Prozent gehalten. Zu den größten Abnehmern bei den Bierzelten zählen die Ochsenbraterei, das Löwenbräu-Festzelt, das Hacker-Festzelt, die Bräurosl, das Winzerer Fähndl, Weinzelt, Marstall Festzelt, Schottenhamel und die Fischer Vroni. Von der Vielzahl der Schausteller sind hier stellvertretend nur einige zu nennen: Riesenrad, Top Spin, Alpinabahn, Fünfer Looping, Skyfall, Autoskooter und das Servicezentrum Theresienwiese.

Die Stromversorgung muss mit den Werten der letzten großen Wiesn von 2015 verglichen werden.
Bis einschließlich 21. September 2017 (sechs Tage) wurden auf der diesjährigen Wiesn 1.082.873 Kilowattstunden verbraucht. Dies entspricht einer Steigerung von 5,13 Prozent im vergleichbaren Zeitraum von 2015.

Der durchschnittliche Tagesverbrauch lag bei 180.479 Kilowattstunden. Der höchste viertelstündliche Leistungsbedarf mit 12.595 Kilowatt wurde am 16.September 2017 um 20 Uhr gemessen. Es wurden 822 (2015: 840) Zähler für Geschäfte und Wohnwägen in Betrieb genommen.

Heuer werden 53 Gasanlagen aus dem Versorgungsnetz der Theresienwiese mit Erdgas versorgt. Dabei handelt es sich um alle großen Küchen und Grillanlagen und um zwölf Gartenheizungen.

Der aktuelle Verbrauch an Erdgas nach sechs Tagen beträgt ca. 81.000 Kubikmeter. Der Verbrauch teilt sich dabei in Kochgas (56.000 Kubikmeter) und Heizgas (25.000 Kubikmeter) auf. Dies entspricht einer leichten Steigerung zum Verbrauch von 2015. Die Ochsenbraterei ist der größte Abnehmer von Erdgas auf der Wiesn. Übliche Einsätze waren die Druckanpassungen unter Betriebsbedingungen bei einigen Anlagen.

Der Wasserverbrauch in den ersten fünf Tagen der Wiesn lag bei circa 32.000 Kubikmeter. Das entspricht ungefähr dem Verbrauch von 2015. Insgesamt wurden 469 (2015: 519) Anschlüsse für Wirte, Schausteller, Buden und öffentliche Toiletten erstellt. Bis 4. September 2017 wurden 268 Wasserproben entnommen und alle ohne Befund geprüft.

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