Neues von der Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“

Neues von der Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“

Bereits zum 16. Mal ist die Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ auf dem Oktoberfest vor Ort, um Wiesnbesucherinnen in Notlagen zur Seite zu stehen. Egal, ob der Handyakku leer, die Clique verloren gegangen oder der letzte Zug weg ist – das Team am Security Point hilft in allen Notsituationen. Auch und vor allem, wenn Mädchen und Frauen auf dem Oktoberfest (sexuelle) Gewalt erlebt haben.

sichere Wiesn für Mädchen und Frauen

Das Angebot hat sich mittlerweile zum größten Hilfsangebot für Mädchen und Frauen auf deutschen Großveranstaltungen gemausert: 257 Wiesnbesucherinnen suchten allein zur letzten Wiesn den Security Point der Aktion auf.
Rund drei Viertel aller Mädchen und Frauen, die das Angebot in Anspruch nehmen, stammen nicht aus München oder dem näheren Umland. Sie reisen aus den USA, Australien oder Italien an, kommen aus Hannover, Stuttgart oder vom Bodensee. So ist es nicht verwunderlich, dass der allergrößte Teil (ca. 90%) der hilfesuchenden Wiesnbesucherinnen den Weg zum Security Point über Dritte findet: Sie werden von der Polizei, den Sicherheitsdiensten, der Erste-Hilfe-Station, Bedienungen, Standlbetreibern oder Besucher*innen zur Anlaufstelle begleitet und weitervermittelt.

Mädchen und Frauen finden den Security Point im Servicezentrum auf der Theresienwiese (Eingang „Erste Hilfe“). Geöffnet hat die Anlaufstelle an allen Wiesntagen von 18.00 bis 1.00 Uhr (samstags bereits ab 15.00 Uhr).

Klarer Konter gegen Sexismus

Sexuelle Gewalt wird – auch auf dem Oktoberfest – von vielen immer noch als Kavaliersdelikt betrachtet. Viel zu oft wird die Verantwortung den Betroffenen übertragen. Sätze wie „Was hods denn erwartet, wenns hoibad nackert umanand laft?“ oder „Selber Schuld, wenns so vui trinkt!“ fallen häufig in Bezug auf Betroffene sexueller Gewalt im Kontext Wiesn. Doch: Wer Mädchen und Frauen eine Mitschuld gibt, verhindert, dass Täter (und Täterinnen) zur Verantwortung gezogen werden und trägt indirekt dazu bei, dass Betroffene eine Gewalttat nicht anzeigen – aus Angst, man könne ihnen eine Mitschuld am Erlebten geben.

Deshalb startet die Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ rechtzeitig zum Oktoberfest eine Postkartenkampagne, die das Thema Victim Blaming (Täter-Opfer-Umkehr) in den Fokus nimmt. Drei verschiedene Motive werden ab dem 7.9. in insg. 400 Münchner Lokalen ausliegen.

Auf der Vorderseite werden die oft gehörten Aussagen klar gekontert (Beispiel: „Was hods denn erwartet, wenns so vui trinkt?“ – „An fetzn Rausch. Sonst nix!“). Auf der Rückseite sind Informationen rund um das Thema zu finden. Die Postkarten sollen nicht nur die breite Öffentlichkeit sensibilisierungen, sondern vor allem betroffenen Frauen und Mädchen Mut machen, sich Hilfe zu holen.

Werbung in U-Bahnen für Münchner*innen und Tourist*innen

Rund drei Viertel aller Mädchen und Frauen, die das Angebot am Security Point in Anspruch nehmen, stammen nicht aus München und dem näheren Umland. Sie reisen aus den USA, Australien oder Italien an, kommen aus Hannover, Stuttgart oder vom Bodensee. So ist es nicht verwunderlich, dass der allergrößte Teil (ca. 90%) der hilfesuchenden Wiesnbesucherinnen den Weg zum Security Point über Dritte findet. Um die Touristinnen aus dem In- und Ausland und natürlich alle MünchnerInnen noch besser über das Angebot zu informieren, startet die Aktion heuer eine weitere neue Kampagne in den Münchner U-Bahnen. Vier Wochenlang (ab dem 10.9.) informiert die Aktion über das Fahrgastfernsehen der MVG alle Fahrgäste über das Angebot der Aktion. Zwei kurze Bildsequenzen weisen (in deutsch und englisch) auf das Angebot vor Ort am Security Point hin. So werden dieses Jahr noch mehr MünchnerInnen sowie TouristInnen vor und während der Wiesn erreicht.


Mehr Infos:

sichere wiesnWebseite: www.sicherewiesn.de

facebook: /sichereWiesn

Instagram: /SichereWiesn

Das Copyright für das Logo liegt bei der „Aktion Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ c/o AMYNA e.V.; Text: sichereWiesn.de

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