Last-Minute-Faschingskostüme

Last-Minute-Faschingskostüme

Der Faschingsendspurt steht vor der Türe – und auch in München gibt es wieder jede Menge Partys. Wer schon gegen Mittag losziehen will, der sollte sich einfach in der Innenstadt rumtreiben: vom Rindermarkt über den Marienplatz bis hin zum Stachus wird jede Menge geboten. Auch wir waren die letzten Jahre dabei und werden auch dieses Jahr wieder am Start sein.

Ich bin ja ein großer Verkleidungsfan, habe aber nicht wirklich viele Kostüme zuhause. Letztlich heißt es dann immer kurz vor knapp: improvisieren. Für alle, die jedes Jahr wie ich vor dem gleichen Problem stehen, habe ich einmal ein paar Last-Minute-Verkleidungsideen zusammengestellt. Und freilich freue ich mich auch über Eure Ideen!

  • Unser diesjähriges Kostüm: Slash und Axl Rose. Für das Slash-Kostüm braucht es nicht wirklich viel: schwarze Röhrenhose oder Lederleggings, schwarzes Rockshirt, vielleicht noch eine Jeans-Weste darüber. Dazu schwarze Bikerboots. (Für draußen tut es entweder eine dicke Lederjacke oder eine Fake-Pelz-Wuschelpuschel-Jacke drüber). Manch einer mag in seinem Fundus eh einen Zylinder haben; diesen kann man dann mit einem Gürtel aufpeppen. Fake-Nasenring basteln (einfach einen kleinen, alten Ohrring aufklipsen, die Enden mit einer Nagelfeile feilen, um sich nicht weh zu tun – fertig). Zylinder gibt es aber auch auf amazon schon ab umara 10 Euro zu bestellen. Bei dunklen Haaren die Haare einfach auf Lockenwickler drehen; bei hellen Haaren müsste dann eine Perücke herhalten – die haben wir zum Glück noch aus einem der Vorjahre im Schrank. Und eine Sonnenbrille im Flieger-Stil hat ja auch so gut wie jeder zuhause.
    Mein „Axl Rose“-Kostüm ist auch ganz easy: meine Freundin hat eine Leggings mit dem Design der amerikanischen Flagge. Dazu entweder klobige Turnschuhe mit dicken weißen Socken oder Bikerboots. Karo-Flanellhemd um die Hüften, weißes Rockshirt, schwarze Weste und ein rotes Kopftuch um die Stirn gebunden. Fertig. Fliegerbrille und Lederjacke dürfen natürlich nicht fehlen. Und dann haben wir uns noch für ca. je 5 Euro eine aufblasbare Gitarre sowie ein aufblasbares Mikro bestellt (da kann man nämlich zur Not einfach die Luft rauslassen, wenn man den Kram später nicht mehr tragen will).
  • „Two Face“. Eine recht einfache Verkleidung, weil es eigentlich nur um das Make-up geht. Hierbei eine Seite des Gesichts ganz normal lassen, die andere bunt oder schwarz-weiß schminken. Ich habe mich vor ein paar Jahren für die Schwarz-Weiß-Version entschieden und einfach auf die weiße Grundierung schwarze Ornamente gemalt. Nach dem Trocknen habe ich dann mit Wimpernkleber ein paar glänzende Steine in die Ornamente geklebt. Den Rest des Outfits habe ich ganz in schwarz sowie mit Spitze und Leder gehalten. Und auf die Haare kam noch eine Haarklammer mit einer großen Feder. Voll einfach, aber ganz cool.
  • KISS. Die Verkleidung als KISS ist natürlich ein absolut spitzenmäßiges Outfit für Vierergruppen. Wir waren aber auch schon mal als „Zwei von KISS“ unterwegs. Und es geht mit Sicherheit auch ganz alleine (man muss halt sagen, dass die anderen Bandmitglieder gerade alle auf dem Klo sind). Beim KISS-Kostüm ist das Make-Up das A und O. Mit etwas Geduld (oder Hilfe) verwandelt man sich relativ schnell in ein Mitglied der Band KISS; benötigt wird lediglich weiße und schwarze Faschingsschminke sowie ein roter Lippenstift. Eine schwarze Perücke komplettiert das Ganze natürlich immens. Das Outfit kann man ganz in schwarz halten (Bikerboots mit Nieten sind natürlich immer toll, Nietengürtel oder Handschuhe, bei denen die Finger vorne frei sind); ob Hose oder sogar ein enges schwarzes Kleidchen – geht beides. Wer Accessoires in Silber oder Weiß hat, kann sich diese großzügig umhängen. Cool sind auch Leggings mit Schnürungen, dazu selbstverständlich eine Lederjacke.
    Auf einem Konzert habe ich mal die Spar-Version umgesetzt und mir einfach nur ein Auge im KISS-Stil geschminkt. So für die ganz Spontanen.
  • Letztes Jahr habe ich das absolute Schnell-Kostüm ausgeführt: ich bin als David Bowie gegangen. Dazu habe ich mir die Haare zu einer Tolle toupiert, mir das Gesicht mit einem Blitz in rot, weiß und blau angemalt (auch das Augenmakeup habe ich in diesen Farben gehalten) und mein Outfit farblich abgestimmt. Rote Hose, schwarze Boots, weiße Bluse mit einer saloppen Schleife um den Hals, schwarze Weste – und meine Fake-Pelz-Jacke vom H&M. War ganz easy – kam aber supergut an. (Meine Freundin war übrigens als Panda unterwegs – einfach schwarz-weiß schminken, Haare zu zwei Knödeln binden und mit den Überzügen von Ohrenschützern überziehen.)
  • Auch ganz einfach in der Umsetzung: das Hexen-Kostüm. Gesicht grün grundieren, die Wangen und Augen in Rosa halten, neben dem Auge ein kleines Ornament. Dazu roter Lippenstift. Mit Haarklammern habe ich mir dann einfach einen schwarzen, durchsichtigen Schal in die Haare geklippt. Der Rest des Outfits blieb wieder schwarz; ich habe ein schwarzes Top mit Flatterärmeln, dazu einen Fransenrock und Schnürstiefel. Ein Kropfband kommt auch ganz gut zu dem Outfit.
  • Zur Vorstadthochzeit haben wir uns im letzten Jahr in Kostüme geworfen, die an die Jahre umara 1900 erinnern sollten. Auch hier braucht es keine große Kunst – schaut Euch einfach das Foto an, wie wir es umgesetzt haben. Ich hatte einen weiten Sommerrock an und habe mir einen Reifrock darunter gezogen. Weiße Bluse, schwarze Schleife um den Hals und ein Dirndl-Blumenkranz auf den Kopf. Dazu schwarze Handschuhe und ein kleines Täschchen. Fertig.
  • Und hier noch zwei Anregungen für ganz Faule: Das „Lenny Kravitz“-Kostüm *gröhl* oder der Indianer. Da braucht man eigentlich nur eine Perücke und ein Stirnband. Ich habe mir dann für 2 Euro noch Federn gekauft und in das Stirnband gesteckt. Dazu ein Fransenshirt, Leggings mit buntem Aufdruck und Schuhe mit Fransen. Ah, und die Kriegsbemalung und den Indianerschmuck natürlich nicht vergessen!

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