Kultur für alle: die Kulturprozession durch die Innenstadt

Kultur für alle: die Kulturprozession durch die Innenstadt

„Utopien einer Stadt“ – unter diesem Motto fand am Mittwoch, den 12. Juli 2017, eine Demonstration der ganz besonderen Art in der Münchner Innenstadt statt. Veranstaltet wurde die Kulturprozession vom Kulturraum München e. V., der sich dafür einsetzt, die Teilnahme an Kulturveranstaltungen für jeden Münchner Bürger zu ermöglichen. Und so zog eine kunterbunte Truppe mit viel Musik, bekannten Münchner Gesichtern und wichtigen Botschaften von der Heilig-Geist-Kirche übers Karl Valentim Musäum und das Rathaus bis hin zum Hofbräuhaus, in dem die Abschlussveranstaltungen mit vielen Bands, Performance-Künstlern und Solo-Musikern stattfand. Rundum eine tolle Idee und definitiv ein Erlebnis!

kulturprozessionEinmal mit Polizeibegleitung und Blasmusik durch die gesperrten Straßen der Innenstadt ziehen – wir können das jetzt von unserer To-Do-Liste abhaken. Freilich haben wir das nicht nur zur Gaudi gemacht, sondern mit einem wichtigen Hintergrund: Kultur für alle! Der Kulturraum München e.V. engagiert sich seit Jahren für genau dieses Ziel: Kultur, seien es nun Theaterbesuche, Konzertabende, Ausflüge ins Museum uvm., sollen für jeden Münchner Bürger zugänglich sein – auch für die, die sich den Besuch solcher Veranstaltungen eigentlich nicht leisten können, wie z.B. alleinerziehende Mütter mit geringem Gehalt oder Erwerbslose.

kulturprozessionUm auf genau diesen Sachverhalt hinzuweisen, organisierte der Verein eine „Kulturprozession“, die sich bunt, singend, musizierend und lachend durch die Innenstadt zog. Startpunkt war die Heilig-Geist-Kirche, in der u.a. Schirmherrin Liesl Weapon über die Ziele und Pläne des Vereins sprach. Verschiedene Musiker, Performance-Künstler und Chöre präsentierten an den verschiedenen Haltepunkten ihre Utopien – Wünsche, Gedanken, Pläne und Geschichten für und über unsere Stadt. Angeführt von der Schicksalscombo bahnten wir uns dann unseren Weg zum Rathaus – und auch dieser Weg hatte es in sich: der Münchner Kneipenchor säumte die Straße vom Isartor bis zum Marienplatz, auf Biertragln stehend und jeder ein anderes Lied singend. Das hatte fast schon was von einem Museumsbesuch, denn am liebsten wäre man vor jedem einzelnen Sänger stehen geblieben und hätte „Ding Dong, die Hex’ ist tot“, „Back for good“ oder „Hotel California“ mitgeträllert.

Die Abschlussveranstaltung im Hofbräuhaus war der krönende Abschluss der Kulturprozession, bei der auch Künstler wie Pollyester, die Bio-Königin Eva Gottschaller, Andi Koll und Holger Paetz, Till Hofmann, die Kammerklicke, Christian Felber oder Ecco Meinecke teilnahmen.

Im Hofbräuhaus ging es dann hoch her; hier wurde zünftig aufgespielt! Begrüßt wurden die Gäste durch das Auer Gsox (wer sie noch nicht kennt, sollte das unbedingt schnell ändern!!!) und die Band „Oansno“ (auch hier gilt: unbedingt anhören – die Jungs machen richtige guade Laune!) – und ich freute mich, dass ich als Moderatorin durchs Programm führen und selbst auch eine „Utopie“ über mein München beitragen durfte. Wer nicht dabei war, hat definitiv tolle Bands und Künstler verpasst! So zeigte uns die Kammerklicke mit drei gespielten Szenen Einblicke ihre Arbeit – in diesem Projekt arbeiten Jugendliche mit und ohne Fluchterfahrung zusammen und bringen ihre Erlebnisse gemeinsam auf die Bühne. Schee boarisch wurde es mit der Gruppe „Großstadt Boazn“, die sogar noch Unterstützung von Andreas Hofmeir, Mitbegründer der LaBrassBanda, erhielten. Norman Young verzauberte mit schönen Singersongwriter-Balladen und seiner weichen, eingängigen Stimme. Auch der Münchner Kneipenchor betrat nochmals die Bühne – und sorgte mit einer Helium-Version für viele Lacher. Für mich eine besondere Entdeckung waren die „RakiBuam“, die mit schmissigen Beats und multikulturellem Sound für ordentlich Partystimmung im Hofbräuhaus sorgten – die Band müsst ihr unbedingt einmal live erleben! Den Abschluss bildeten dann nochmal die Jungs von „Oansno“, und das Publikum tanzte bis in die späten Abendstunden!

Dirndl von Angermaier Trachten

Rundum war die Kulturprozession eine gelungene und kunterbunte Angelegenheit, bei der nicht nur kräftig gefeiert, sondern auch auf wichtige Themen hingewiesen wurde. Besonders erwähnen möchte ich noch Nikolaus Schön vom KulturRaum München e.V., Kathrin Anna Stahl, die für die Organisation des Umzugs zuständig war, sowie Susanne Jocham, die sich im Hofbräuhaus um den Ablauf und die Mitwirkenden kümmerte.

Also: bitte den KulturRaum München e.V. merken! Das Team des Vereins stellt immer wieder tolle Aktionen auf die Beine, u.a. das beliebte „Gästespiel“, bei dem im letzten Jahr auch die Spider Murphy Gang aufgetreten ist.

Alle Infos zum Verein findet ihr hier: http://www.kulturraum-muenchen.de

Und hier könnt Ihr Euch meine vorgetragene Utopie, mein G’schichterl zu München anhören:

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