Hallo, Prinzessin!

Hallo, Prinzessin!

Am 23.12.2017 erfuhren wir, dass du bereits da bist. In meinem Bauch. Wir starrten auf den Schwangerschaftstest und unsere Welt stand Kopf. Das also war der Beginn einer neuen Reise, eines neuen Lebensabschnitts, einer völlig veränderten Situation. Du warst einfach da, ganz klein, ganz zart, und doch schon in diesem Moment so stark und einnehmend – und wir liebten dich vom ersten Moment an mit jeder Faser unseres Seins. Was waren wir dankbar, glücklich und überwältigt, dass du dir uns als Begleitung für dein ganz persönliches Abenteuer namens Lebens ausgesucht hast!

Du hast uns eine spannende Schwangerschaft beschert – komplikationslos und jeden Tag gefüllt mit neuen Erlebnissen, neuen Gefühlen und dieser unbeschreiblichen Wucht an Liebe, die mit jedem Tag, jeder deiner erst zaghaften und dann sehr kräftigen Bewegungen, mit jedem Schluckauf und jedem Strampeln unter meinem Herzen noch mehr wuchs. Wie du wohl aussiehst? Welche Augenfarbe du wohl hast? Wie wird dein Charakter sein? Die Neugier auf dich wurde mit jedem Tag größer.

Und dann warst du plötzlich da. Neun Monate in meinem Bauch, neun Monate, in denen du gewachsen und gereift bist…und plötzlich war diese lange Zeit, wie sie uns zu Beginn der Schwangerschaft erschien, so unfassbar schnell vorbei. Die Welt hast du mit einem kräftigen, lauten Schrei begrüßt; das schönste und wundervollste Geräusch, das ich bis dato gehört hatte. Dein Schrei sagte unmissverständlich: ich bin da; und zwar so richtig! Als wir dich zum ersten Mal hörten, war unser Glück vollkommen. Den ersten Blick auf dein wunderschönes Gesicht werden wir nie vergessen. Diese Augen, dieser sanft geschwungene Mund, deine zuckersüßen Pausbäckchen, diese Stupsnase und die vielen, brauen Haare…ich war so überwältigt von dir, dass ich hemmungslos zu schluchzen begann. Nie zuvor in meinem Leben habe ich ein so großes, reines, inniges Gefühl verspürt! Du hast mir komplett den Verstand geraubt, du hast mich sprachlos gemacht und mir etwas geschenkt, das ich nie zu fühlen geträumt habe. Ich habe nicht mal gewusst, dass man so etwas überhaupt fühlen kann. Und das Beste ist: jeden Tag, wenn du neben mir liegst, wenn du aufwachst, wenn du mich ansiehst oder anlächelst, erlebe ich dieses Gefühl erneut. Du versetzt uns und unsere Gefühlswelt in völlig neue, fast schon magische Dimensionen, für die es keine Worte gibt. Ich liebe dich so sehr, dass es mich fast zerreißt.

Unsere ersten Momente waren schwierig; ich konnte dich weder heben noch aufstehen; ich hatte nicht genug Milch, um dich zu füttern; und wir waren alle so furchtbar erschöpft. Du hast geweint und hattest Hunger; ich war überfordert, noch vollgepumpt mit Medikamenten, und das Stillen wollte einfach nicht klappen. Doch dann war da dieser Moment, mitten in der Nacht, als wir endlich zur Ruhe fanden. Du wurdest mir in den Arm gelegt und warst ganz ruhig. Ich zog uns die Bettdecke bis hoch zu den Ohren. Wir schalteten die Welt um uns herum einfach aus. Da lagen wir in diesem Krankenhausbett, Körper an Körper, spürten uns atmen, fühlten unseren Herzschlag und hielten uns ganz fest – Haut an Haut. Du schautest mich an – und ich war verloren. Verloren in uns, in dieser innigen Situation, in deinem Blick, in deinem Geruch und in diesem Gefühl, für das es keine Worte gibt. Ich bin mir sicher, dass du meine Verunsicherung, Verzweiflung und Erschöpfung gespürt hast; denn dein Blick aus deinen tiefblauen Augen sagte mir unmissverständlich: Mama, wir schaffen das!

Ich weiß nicht, wie lange wir da so lagen, aber ich wünschte, der Moment hätte ewig gedauert. Ich verlor jegliches Gefühl für Zeit und Raum, streichelte deinen weichen Kopf, küsste deine Nase, hielt deine Hand und sah dir einfach nur in die Augen. Dein kleines Köpfchen mit den riesigen Augen musterte mich intensiv und so voller Liebe – und da wusste ich, dass du recht hast: wir schaffen das! Und nicht nur das, nein, wir drei schaffen ALLES zusammen!

Jetzt bist du bereits 2,5 Wochen bei uns, und du verzauberst uns jeden Tag aufs Neue. Mittlerweile sind wir ein richtig gutes Team. Wir verstehen uns. Und du verstehst mich. Du spürst mich, du verstehst, wenn ich nicht weiter weiß, du gibst mir klare Zeichen und beruhigst mich, wenn ich unsicher bin. Eigentlich weinst du nie. Du bist ein fröhliches, offenes Mädchen mit einen liebevollen Sturkopf. Du lachst viel, liegst am liebsten auf Papas Bauch oder in meinem Arm und kannst von Nähe nicht genug bekommen. Kuscheln steht ganz hoch im Kurs bei dir. Geduldig verzeihst du uns unsere Unsicherheiten, lächelst sie einfach weg und belohnst uns statt dessen mit bedingungsloser Liebe. Du bist ein toller, kleiner, verständiger Mensch mit wahnsinnig viel Empathie. Und du wirst diese Welt mit Leichtigkeit erobern, die Menschen verzaubern und uns unermessliches Glück bescheren.

Willkommen in dieser Welt, kleine Theresa.

Theresa teaser

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