„Ghetto mi nix o“? Doch! dicht & ergreifend im Interview

„Ghetto mi nix o“? Doch! dicht & ergreifend im Interview

Am 02.03.2018 erscheint ihr neues Album „Ghetto mi nix o“ – live stellen sie das Album auf einer ausgedehnten Tour vor. Am 16.03.18 machen sie mit ihrem neuesten Werk Halt in der Münchner Muffathalle. Ich habe die beiden Burschen von „dicht & ergreifend“ zum Interview getroffen und mit ihnen über ihre musikalische Entwicklung, die Pros und Kontras von Streaming- und Download-Diensten, die anstehende Tour und die Umsetzung ihrer Videos gesprochen. Hoch motiviert freilich, zwischen Fusel, Putzmitteln und Grablichtern. Schaut rein – das Interview ist urig boarisch, „dicht & ergreifend“-typisch grummelig und informativ obendrein! Untenstehend findet ihr noch weitere Infos zum neuen Album!

Die Schlagzahl, mit der „dicht&ergreifend“, die in Niederbayern geborenen Wahlberliner Rapper George Urkwell und Lef Dutti, losgelegt haben ist höher als bei einer hitzigen Bierzeltschlägerei. Alles startete 2014 mit dem innerhalb kürzester Zeit zum YouTube-Hit mutierten Video „Zipfeschwinga“. Schnell folgte das erste Album, das Platz 4 der Deutschen Hip Hop-Charts enterte und die „Dichtis“ spielten ausverkaufte Konzerte in vielen Hallen und auf zahlreichen Festivals. Ihre Mundart-Reime verbreiteten sich schneller als der Durst nach Bier bayerischer Brauart.

Jetzt ist Zeit reif für das zweite Album. Auf „Ghetto mi nix o“  findet sich wieder eine wilde Mischung aus zynischem Galgenhumor („Schau Her Do“ feat. Skero), doppelbödigem Hauptschui-Studentenrap („Picknick am Friedhof“) und Benennung aktueller Missstände („Dahoam is Dahoam“). Es werden augenzwinkernde Schelmengeschichten fabuliert („Bierfahrer Beifahrer“) und archetypische Charaktere beschrieben („I frieß so gern“), wobei in aller derben Direktheit immer wieder feinsinnige Erkenntnisse gewonnen werden.

Die „Dichtis“ zeigend sich variantenreich und schreiten konsequent voran auf dem von ihnen selbst proklamierten Weg zwischen Tradition & Wahnsinn. Auf der neuen Scheibe finden sich Uptempo-Tracks im knallenden Clubgewand mit tanzbodenbefeuernden Balkantrompeten ebenso wie Soulsamples aus der Flohmarkplattenkiste. Dazu aber auch entspannte Nummern mit schleppenden Beats, die gemächlich in die Gehörgang wandern, untermalt von einem beiläufig klimperndem Hotellounge-Piano und großvatrig schnaufender Tuba. Voller Experimentierfreude wurden außerdem vom Tischtennissamples bis zum Kinderchor alles eingebaut, was diesen ganz eigenen dicht&ergreifend-Sound ausmacht. Der klingt, als hätte man das Kalbsbrät für die Weißwürste mit LSD getränkt.

Wer sich selbst davon überzeugen möchte, der kann das auf der nun anstehenden „Ghetto mi nix o“-Tour tun. Aber Vorsicht! Die brachial-orchestralen Bläserarrangements für blutdurstige Wikingerhorden, sowie punchende Boombap Tunes für scharfsinnige Langzeitkiffer verlangen nach einem Stiernacken wie dem von Kollegah und einem Sprunggelenk wie Kobe Bryants.

Foto Copyright: @Stephan Buske

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