Dult ist Kult – auf an Bummel über d’Maiduid

Dult ist Kult – auf an Bummel über d’Maiduid

Dreimoi im Jahr geht’s rund aufm Mariahuifblodz – Maiduid, Jakobiduid und Kirchweihduid locka mit umara 300 Standln, Imbissbudn und Fahrg’schäftn. Z’seng und z’entdeckn gibt’s jeds Jahr vui: auf da Duid verkaffan de Dandla Nützlichs, Scheens und Kurioses. Und a Bier und Schmankerl gibt’s freile a! Mir warn mit dem liabn Team von www.muenchen.de auf Maiduid-Entdeckungstour, san Riesnradl g’fahrn, ham urige Leid kennag’lernt und uns sogar a bisserl G’schaftlhuabawissn o’g’eignet. 

Mim G’schaftlhuabawissn mecht’ma a glei loslegn: ursprünglich war de Duid a Kirchenfestl – und rund um d’Kirch ham de Dandla eanare Standln aufbaud und Waren verkaffd. Laut Aufzeichnungen hod’s de erste Duid bereits umara 1310 gem, is aba oiwei an verschiedene Orte abg’hoitn worn. 1796 hod dann Kurfürst Karl Theodor der Au s’Recht verliehn, zwoamoi im Jahr a Duid abz’hoitn – daher a der Name „Auer Dult“.

Fürs Gscheidhaferl-Wissen war in unserem Falle Stadtführer Rudi Muschler zuaständig – Rudi hod uns zwoa Schdund lang über d’Duid g’führt, uns b’sonders markante Standln zoagd, vui zu G’schicht, Tradition und Brauchtum verzäihd und scheint a wandelndes München-G’schichtsbiachl zum sei. Sauguad, wemma jemand dabei hod, der se so narrisch guad auskennt.
Auer Dult MaidultMittlerweile hod’se d’Duid zum gräßdn Geschirrmarkt Europas g’mausert. Es hoaßd sogar, dass ma auf da Duid oiwei no passende Tassn und Teller zum oidn G’schirr der Großeltern findt – a guada Tipp oiso für olle, de scho amoi a Glasl, a Tassn oder an Untersetzer bei da Oma zerdeppert ham!

Neba G’schirr (ma ko se sogar seine Tassn b’schriftn lassn und am nächstn Dog obhoin) gibt’s auf da Duid so ziemlich ois, wos ma se nur vorschdäin ko: G’wand, Dischdiacha, Trachtenaccessoires, Schdrümpf, Hiat, Brotzeitbreddln, Kerb, Linkshänderartikln, Radlzuabehör, Antiquitäten – und ganz vui liebenswertn Kruschkram; manchmoi völlig unnütz, manchmoi narrisch praktisch. A jeda, der a G’schenk, a Mitbringsl oder a waschechts Münchner Souvenir suachd, soit se auf da Duid umanandadreibn – und a a jeda, der gern stöbert und flohmarktlt.

Auer Dult MaidultUnsre Truppn hod natürlich a bei dem ein oder anderen Standl vorbeig’schaut und need nur intressante G’schichterl zu Duid erfahrn, sondern a nette, urige Leid kennag’lernt. Die Agnes Maria Forsthofer zum Beischbui. De liabe Agnes hod auf da Duid an ganz an b’sondern Stand: sie verkaffd Linkshänderartikel. Des reicht vom Gäidbeidl, übern Zollstock bis hin zum Schöpfleffe für Linkshänder – und erleichtert damit so manches Leben massiv. Zum verzäihn hod’s a vui – und ihr Standl is so schee und liebevoll dekoriert, dass’ma gar need dro vorbeikimmd.

Hutmachermeisterin Eva Brunetti hod uns ihre Hutmacherkunst zoagd, mir ham Bio-Kräuter bewundert und beim Radl-Dandla neig’schaut. Ganz guad san a de vielen Antiquitäten-Händler, de wirklich ois verkaffa, wos ma se nur irgendwia vorschdäin ko: Blechschuidln, Biacha, Charivaris, Messer, Buidln, Bierkriag oder G’weihe.

Zum Abschluss unserer Rundn samma dann no vom Wurst-Michl mit original Münchner Stockwürscht‘ verköstigt worn – de san recht ähnlich wia Weißwürscht‘, san aber vom Rind, und schmeckan wirklich tadellos. Dazua hod’s a Sauerkraut gem, und beim Wurst-Michl duad ma ins Kraut an Sekt nei… ge, des klingt a so, dass’ds des jetz‘ a probiern mechts. 😋

Auer Dult MaidultFür d’Zwergerl is de Duid freile a a Sensation – mir san zum Beischbui mim Riesenradl g’fahrn, des scho richtig vui G’schicht aufm Buckl hod: 1925 erbaut, mehrmois restauriert und mit a gscheid lauten Orgel ausg’stattet. Und der Blick über die Au is herrlich vo obn!

De Maiduid laffd no bis Sonndog, den 07.05.2017 – de nächstn Termine san dann de Jakobiduid vom 29.07. – 06.08.2017 und de Kirchweihduid vom 14.10. – 22.10.2017. Ah, und schaugd’s doch a no ins Video nei; i hob unsern Rundgang mit meiner Kamera begleit‘!

Mehr Infos: www.muenchen.de, www.auerdult.de

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