Jul 22, 2010
Ein wirklich erhebliches Problem auf der Wiesn: vor lauter Singen, Tanzen, Essen, Italiener abwehren und Ratschen weiß man plötzlich nicht mehr, welcher Maßkrug denn nun der Eigene war.
Was man auf keinen Fall will: den Maßkrug des volltrunkenen Gegenübers erwischen, dem noch die letzten Reste seines wieder hinaus beförderten Mageninhaltes in den Mundwinkeln kleben. Und auch aus dem Maßkrug des Zahnlosen links neben einem will man nicht unbedingt trinken. Der fast-volle Maßkrug vor einem kann unmöglich der Eigene sein und alle anderen Maßkrüge sehen irgendwie der Fülle und des Zustands nach ziemlich gleich aus.
Doch der schlaue Wiesn-Gänger hat natürlich vorgesorgt und seinen Maßkrug sichtbar und deutlich markiert. Wie? Mit der Bierschürze – dem Namensschild für unseren Maßkrug!
Also: gleich ausdrucken, ausschneiden und mitnehmen. Die Bastelanleitung gibt’s hier:
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1. Wir brauchen: unseren Ausdruck, eine Schere (jaaaa, genau das Ding, von dem Mami gesagt hat, wir dürfen damit nicht rumhantieren, wenn wir angeheitert sind) und ein Messer (jaaaa, genau das Ding, von dem Mami gesagt hat, wir dürfen damit überhaupt NIE rumhantieren). Das holen wir uns also jetzt. |
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2. Jetzt schnippeln wir an den gestrichelten Linien entlang. Wer keine gestrichelte Linie erkennen kann (warum auch immer…), der schnippelt einfach die farbige Fläche aus. |
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3. Und Vorsicht, wir müssen uns konzentrieren, denn: die kleinen Einsparungen an der oberen Seite der Bierschürze müssen auch sorgfältig ausgeschnippelt werden. Bitte nicht abschneiden, sonst klappt der ganze Kram nämlich nicht mehr. Wer das nicht alleine schafft, bittet einen Freund oder Angehörigen zu Hilfe. |
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4. Jetzt kommt der wirklich schwierige Teil: dazu brauchen wir das gefährliche Messer und Fingerspitzengefühl. Denn jetzt müssen wir den weißen Schlitz an der unteren Seite der Bierschürze ausschneiden. Und: Von außen einfach reinschneiden bringt übrigens überhaupt nichts, weil unser Namensschild dann nämlich nicht mehr hält. Kleiner Basteltipp, wie es auch mit der Schere geht: einfach ein bisserl falten und mit der Schere den Schlitz ausschneiden. Konzentriert euch, dann schafft ihr das schon. Ich glaub an Euch. |
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5. Jetzt wischen wir uns das Blut von den Fingern (herzlichen Glückwunsch an alle, die sich bis jetzt noch nicht geschnitten haben) und falten die beiden kleinen Laschen nach innen. Kuck, genauso wie auf dem Bild. Aber: Wir falten sie ganz dran. Wir lassen sie nicht abstehen. |
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6. Außerdem müssen wir unser Namensschild noch beschriften. Vorzugsweise eignet sich hierfür der eigene Vorname. Wer den nicht mehr weiß, verwendet einen Namen, der ihm sympathisch ist und bei dem er sich angesprochen fühlt. Schreiben sollte man auch noch können, sonst macht das ja alles keinen Sinn mehr. Wer noch an den Fingern blutet, sollte das Schild von jemand anderem ausfüllen lassen. |
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7. Jetzt ziehen wir unseren Maßkrug an. Wir pfrimeln dazu die Seite der Bierschürze mit den eingeklappten Laschen durch unseren liebevoll vorbereiteten Schlitz. Natürlich sollte das Namensschild bereits um den Henkel des Maßkruges gelegt sein, bevor wir alles zusammenbauen. Alles andere wäre witzlos. Jaaaaa… Denkapparat einschalten! |
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8. So sieht dann der fertig präparierte Maßkrug aus. Die Bierschürze kann man übrigens hinschieben, wo man sie gerade braucht und wo sie nicht stört: also entweder oben, wie hier auf dem Bild… |











Ja, de Idee is net schlecht….wenn ma wissn daad wo ma si de Bierschürz´n ausdrucka lassn ko. Sonst a gelungene Seitn, mach weida so! Daad mi g´frei´n wennst aa a moi auf meiner Homepage vorbeischaun daadst und vielleicht aa an Gästebucheintrag hinterlass´n daadst!
Liebe Grüße
Miche
Servus Miche,
die pdf zur Bierschürzn is' jetzt online – vor lauter "Neue Seite-Rumgewurschtl" hab ich des doch glatt vergessen! Aber jetz is' ois da!
LG
Susi
Serwus Susi, danke fürs nachreichen der PDF Datei! I werds glei moi ausprobiern! As nächste moi wenn i in Biergarten geh´ nimm i des Teil glei a moi mit. Waar vielleicht net schlecht wenn ma des ganze mit am dickeren Pappkarton (oder a bissl a dickeres Papier) a bissl verstärkt damits aa recht lang am Kruag hoit. Nur oa Papier alloa is a weng dünn. Oder für de geschulteren unter uns….einschweißen lassen, (der Fachmann nennt des "laminieren" ^^) nachad is des ganze aa gega Feuchtigkeit g´schützt. Ma woas ja wias auf da Wiesn zuageht, da geht scho manchmoi wos daneben
De ganze Konstruktion Is nachad zwar a bissl gstarrig, waar aber doch a guade Idee oder? Und an Namen mit am wasserfesten Stift einischrei´m, nachad is des ganze mehrmals verwendbar. "Recycling" sozusagen
…und stell Dir vor oana hod an Saurausch in da Gosch´n, der ko doch net, wenn er am nächsten Dog wieder zum sauffa geht, scho wieder a neie Bierschürz´n ausdrucken…..im Delirium kimmt do oiss raus bloß net des! ^^ Wenns hihaut werd i diesbezüglich bei Gelegenheit a moi an "Praxistest" starten und des Ergebnis dann hier mitteilen.
LG
Miche
Lustig, ich hatte garnicht gedacht das das *wirklich* so funktioniert. Komische Welt.